Angehörigenhilfe

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 Betreff des Beitrags: Tod meiner Tochter
BeitragVerfasst: Sa 8. Apr 2017, 11:29 
Nach einigem suchen habe ich nun dieses Forum hier gefunden und hoffe hier vielleicht Hilfe zu finden und Antworten auf meine Fragen. Am dritten Januar verstarb meine Tochter, angeblich an einer Überdosis. Ich habe meine Zweifel daran, da der ganze Ablauf doch nicht klassisch für eine Überdosis war. Was ist passiert? Anfang Januar rief mich mein Schwiegersohn gegen sieben Uhr morgens an und teilte mir mit, dass meine Tochter tot auf dem Sofa liegen würde. Ich bin dann sofort hingefahren. Als ich in die Wohnung kam war schon Polizei da. Die erste Reaktion meines Schwiegersohnes war- kurz in die knie gehen und sagen ich war so enttäuscht und hoffentlich bekomme ich jetzt nicht auch noch eine Anzeige wegen unterlassener Hilfe. Auf mein Nachfragen was denn passiert sei bekam ich folgende Erklärung: Er fand sie in der gemeinsamen Wohnung auf dem Teppich liegend am Nachmittag ca. fünf Uhr liegend vor. Er kam gerade von der Arbeit. Er hat ihr dann ihre Hose ausgezogen und sie auf das Sofa gelegt. Das Spritzbesteck entsorgt. Was er in den nächsten vielen Stunden getan hat, sagte er mir nicht. Kurz vor ein Uhr nachts hat er wohl noch einmal nach ihr geschaut, da sie um Hilfe bat, ihr sei schlecht, sie müsse sich übergeben und sie hätte schmerzen, hätte sie ihm gesagt, laut seiner Angaben mir gegenüber. Er hat ihr zwei Schmerztabletten gegeben und ist dann schlafen gegangen. Morgens hat er sie dann genau so vorgefunden wie er sie abends das letzte mal gesehen hat. Die Obduktion hat keine Ergebnisse gebracht, war doch mein erster Gedanke sie sei an Atemstillstand oder etwas ähnlichem gestorben. Meine Bitte an ihren Arzt die Berichte anzufordern wurde abgewiesen mit der Begründung es sei klar eine Überdosis. Aber eine Überdosis tritt doch nicht mit einer Verzögerung von über acht Stunden ein, oder sehe ich das falsch? Ich habe noch nie davon gehört, dass das möglich sei. Nun sind einige Wochen vergangen, die Beerdigung liegt hinter mir. Doch meine Fragen bleiben. Wie konnte es zum Tod kommen. War es nicht doch unterlassene Hilfeleistung? Wenn dem so sein sollte, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Anklage erhoben wird? Und was müsste mein Schwiegersohn für Folgen erwarten? Schlimm für mich ist auch die Tatsache, dass ich als Mutter einer volljährigen, verheirateten Tochter mal so überhaupt keine Rechte auf Auskunft habe, so wurde es mir mitgeteilt. Kann mir hier jemand helfen. Ich bin sehr verzweifelt.
stephganie


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 Betreff des Beitrags: Re: Tod meiner Tochter
BeitragVerfasst: Sa 8. Apr 2017, 12:16 
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Registriert: Do 6. Apr 2017, 11:22
Beiträge: 8
Liebe Stephanie ,als erstes ,Mein herzliches Beileid das tut mir sehr leid. Ganz ehrlich das halte ich auch für seltsam das es erst 8 Stunden danach ist. Was sagt denn der Arzt kann das sein ? Schlimm das du keine Auskünfte bekommst usw es muss schrecklich sein .Lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Tod meiner Tochter
BeitragVerfasst: Sa 8. Apr 2017, 12:37 
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Registriert: Mi 21. Mai 2008, 09:07
Beiträge: 472
Wohnort: 3100 St.Pölten
Liebe Stephanie, es gibt keine Worte des Trostes................. es tut mir so furchtbar leid.................. es ist das furchtbarste was ich mir nur vorstellen kann, ein Kind zu verlieren................... hast du keinen Arzt dem du vertraust und den du um Hilfe bitten könntest??? glg Gerlinde


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 Betreff des Beitrags: Re: Tod meiner Tochter
BeitragVerfasst: So 9. Apr 2017, 18:39 
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Registriert: Sa 8. Apr 2017, 10:54
Beiträge: 2
Hallo Gerlinde und Orakel,
danke erst einmal für eure Anteilnahme. Natürlich habe ich meinen Arzt, der übrigens der Arzt meiner Tochter( und meines Schwiegersohnes) persönlich kennt, gebeten mit ihm zu sprechen, ihm zu erklären wie wichtig es für mich ist, zu erfahren wie es zu diesem Tod kommen konnte und doch bitte den Obduktionsbericht und die Toxischen Befunde anzufordern. Das wäre für ihn nicht schwierig. Er hat das aber abgelehnt mit der Begründung es sei für ihn klar eine Überdosis. Erklärung war folgende: Die Synapsen hätten nach der langen Enthaltsamkeit(meine Tochter hatte den letzte mal vor ca. sieben Monaten etwas konsumiert) diese übliche Dosis nicht vertragen. Dann wäre sie doch aber sofort verstorben, meine ich. Wäre sie verstorben wenn rechtzeitig ein Arzt gerufen worden wäre?
Als ich diesen Gedanken das erste mal hatte, habe ich mich sehr erschrocken und auch geschämt. Wollte und will ich meinem Schwiegersohn doch nicht etwas unterstellen. Ihn nicht verdächtigen. Also versuche ich Antworten und Erklärungen zu finden. Kann es zu so "einer Überdosis" kommen und wenn ja, wie ist die medizinische Erklärung dafür. Hat irgendjemand schon einmal von so einem Fall gehört?
Stephanie


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 Betreff des Beitrags: Re: Tod meiner Tochter
BeitragVerfasst: So 9. Apr 2017, 18:52 
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Registriert: Mi 21. Mai 2008, 09:07
Beiträge: 472
Wohnort: 3100 St.Pölten
Hallo liebe Stephanie, es kommt erstens darauf an, was für eine Substanz sie konsumiert hatte, ob gespritzt oder nicht.................... Möglich ist es dass der Körper gegen das Gift angekämpft hat und es dann zu einem Atemstillstand gekommen ist................... Liebe Stephanie, versuch sie ruhen zu lassen.......... ich denke wen deine Tochter und dein Schwiegersohn ein gutes Verhältnis hatten, wird wohl alles gepasst haben. Wie ging es ihm nach dem Vorfall??? Alles, alles Liebe ich drück dich ganz fest...................... glg Gerlinde


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 Betreff des Beitrags: Re: Tod meiner Tochter
BeitragVerfasst: Mo 10. Apr 2017, 09:06 
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Registriert: Sa 8. Apr 2017, 10:54
Beiträge: 2
Hallo Gerlinde,
wie sollte ich meine Tochter ruhen lassen? Nicht wissend was passiert ist. Was für eine Subtanz sollte das sein, die erst acht bis neun Stunden später zum Tod führt? Mich treibt der Gedanke, war dies nicht abwendbar, also hätte ein Arzt in diesen Stunden vorher eingegriffen, würde sie dann nicht noch leben? Wäre es ein Atemstillstand, wäre dies bei der Obduktion festgestellt worden, die war aber ohne Befund.
Mein Schwiegersohn ist für mich schwer einschätzbar, aber sein Verhalten ist teilweise, im Besonderen an diesem Tag, befremdlich gewesen. Sein erster Satz war: ich war so enttäuscht. Zweiter Satz: hoffentlich werde ich nicht wegen unterlasse Hilfeleistung angeklagt. Und ja ich frage mich schon, wie man über acht Stunden mit jemanden der komplett hilflos ist, also nicht mehr ansprechbar ist, der klagt, dass der nicht mehr sehen kann, sich in der selben Wohnung aufhält, ins Nebenzimmer geht und sich nicht kümmert. Weil man enttäuscht ist? Selbstverständlich möchte ich wissen ob der Tod aufgrund dieses Handelns eingetreten ist. Wenn dem so sein sollte, dann muss die Verantwortung dafür übernommen werden, meinst du nicht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tod meiner Tochter
BeitragVerfasst: Di 11. Apr 2017, 11:08 
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Registriert: Mi 21. Mai 2008, 09:07
Beiträge: 472
Wohnort: 3100 St.Pölten
Liebe Stephanie, die Reaktion deines Sohnes ist wahrhaftig sehr komisch. Wenn ich daran denke wenn das mich und meinen Partner betreffen würde..... Du hast sicher recht. Ich denke das die einzige Möglichkeit ist, Anzeige gegen unterlassene Hilfeleistung zu machen, denn dann muss untersucht werden.... und vielleicht kannst du dich kostenlos bei einem Rechtsanwalt beraten lassen??? Oftmals ist es auch so, zumindest bei uns, das die erste Stunde bei einem Rechtsanwalt kostenlos ist............ vielleicht haben sich die Schmerztabletten mit dem Zeug was sie genommen hatte, nicht vertragen, dass ihr das dann zu viel wurde............... ich glaube, wenn ich mich in deine Situation versetze, ich müsste es auch wissen........... unbedingt.......... alles liebe Stephanie.........................


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